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Bild: FFW Hettenhain
Motorkettensägenlehrgang 2012
Bericht: Sven Lillig (Stadtbrandinspektor)
Am letzten Wochenende im Januar sowie dem ersten im Februar, absolvierten 21 Kameraden der Feuerwehren der Stadt Bad Schwalbach einen Motorkettensägenlehrgang um im Einsatzfall mit dem Gerät "Technische Hilfe" leisten zu können.
An den beiden Lehrgangstagen (jeweils Samstag) herrschten extremste Temperaturen, weit unter zehn Grad, während sie ihre Ausbildung für den Motorkettensägenschein absolvierten.
Der Lehrgang bestand aus einem theoretischen und einem praktischen Teil. Bei dem praktischen Teil der Ausbildung kam den Feuerwehrfrauen und -männern die gute Zusammenarbeit mit dem Landesbetrieb Hessen-Forst zugute. Der Landesbetrieb stellte und für die Übungen schlagreife Bäume, eine Baumbiegesimulationsanlage (Anlage bei der die Baumstämme unter Spannung gesetzt werden können), sowie zwei Forstwirte zur Verfügung. So konnte der Umgang mit der heiklen Motorsäge praktisch unter realen Bedingungen geübt werden.
Dieser Lehrgang ist für die Feuerwehr inzwischen sehr wichtig, da die häufigsten Einsätze doch im Bereich der Technischen Hilfeleistung zu verzeichnen sind. Auch bedingt durch die extremen Stürme der vergangenen Jahre (wie z. B.: Kyrill) hat sich gezeigt, dass diese Ausbildung immer weiter intensiviert wird und werden muss. Zwar ist es nicht Aufgabe der Feuerwehr, die Bäume "Kaminreif" zu schneiden und einen umgestürzten Baum auf einem Privatgrundstück zu entfernen, allerdings müssen bei solchen Extremwetterszenarien die Rettungswege in die Stadtteile freigehalten werden oder auch Gefahren beseitigt werden. Bei Waldbränden der ein oder andere Baum auf dem Weg über Waldwege entfernt werden, sowie bei Bränden ggf. auch mal eine Decke mit Hilfe der Motorsäge geöffnet werden um an versteckte Brandnester zu gelangen.
An der zweiwöchigen Fortbildung -die alle Teilnehmer bestanden haben- waren 21 Feuerwehrleute der Stadtteile Adolfseck, Bad Schwalbach, Fischbach, Heimbach, Hettenhain, Langenseifen, Lindschied und Ramschied beteiligt.
Allein 23 Stunden umfasst die Fortbildung zum Motorkettensägenführer (Theorie und Praxis). Dazu gehört das Kennenlernen der Technik, das Zerlegen und auch das Reparieren des Gerätes. Gerade wenn die Motorsägen eine Weile nicht in Gebrauch waren, ist es manchmal schwierig, sie anzuwerfen. Auch muss einmal jährlich eine praktische und theoretische Unterweisung als "Auffrischung" stattfinden, welche durch die "Unfallverhütungsvorschriften Feuerwehr" gefordert wird.
An den Tagen wurden die Lehrgangsteilnehmer durch den Kamerad Peter Schmitt der Feuerwehr Ramschied, mit Essen und warmen Getränken versorgt. Der Kamerad Christian Meurer stellte seinen Traktor für das "unwegsame Gelände" im Wald zur Verfügung.
Initiiert und geplant zusammen mit dem Hessen-Forst, ist hier ein dickes Lob für Kamerad Michael Kuhlow auszusprechen, durch den dieser Lehrgang überhaupt erst zustande kam.
Auch die Ausbilder Bernd Wiegand, Michael Lecke, sowie den beiden Forstwirtschaftsmeistern des Hessen-Forst, sei hier ein großer Dank ausgesprochen. Diese mussten sich warm einpacken um den ganzen Tag bei den extremen Minustemperaturen im Wald auszuharren. Natürlich gilt der Dank auch allen Beteiligten, die geholfen haben, sowie dem Brandschutzaufsichtsdienst, Herrn Kreisbrandinspektor Gunter Reiber, der zustimmte, den Lehrgang auf Standortebene in Kooperation mit dem Hessen-Forst durch zu führen.